Allgemeines

Innovationslabor für die Kinderbildung der Zukunft

Die Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Zum einen hat sich die Art, wie wir Informationen beziehen, durch die Digitalisierung stark verändert, zum anderen braucht es kooperative und interdisziplinäre Ansätze, um Lernen und Bildung rund um Themen wie Klimawandel, Demokratie, sozialer Zusammenhalt, neue Medienkulturen, Gender und Künstliche Intelligenz in der Schule möglich zu machen.

Die Paris Lodron Universität Salzburg und die Pädagogische Hochschule Salzburg eröffnen ab Herbst 2022 deshalb das Innovationslabor für Bildung „INTER-DI-KO“: „Interdisziplinarität – Digitalisierung –  Kooperation“, um neue Bildungsformate zu testen. Daher geht es im Innovationslabor INTER-DI-KO darum, drei Bereiche zusammenzubringen, die den Unterricht der Zukunft wesentlich mitbestimmen werden:

  • Fachübergreifende Fragen angesichts der gesellschaftlichen Krisen des 21. Jahrhunderts
  • Technologischer Wandel in der Wissenskommunikation
  • Zusammenarbeit von Schule, Hochschule und Universität

Ziel des Innovationslabors ist, zu testen, wie man mittels einer innovativen Lernumgebung „Future Skills“ bei Schüler:innen und Studierenden aufbauen kann. Die 4 K’s – Kollaboration, Kreativität, Kommunikation, Kritisches Denken – stehen im Mittelpunkt; digitale Werkzeuge sind der Treiber, um neue Formen der Kommunikation zu finden. „Im Innovationslabor werden alle am Unterricht beteiligten Akteur:innen – Lehrende, Schüler:innen, Schuladministration sowie Lehramtsstudierende und Wissenschaftler:innen – an der Erprobung neuer Unterrichtsformate beteiligt“, so die Leiterin des Projektes seitens der Universität, Prof. Ulrike Greiner.  Ein besonderes Augenmerk wird daraufgelegt, wie Lehrende gesellschaftsrelevante Themenstellungen wie Klimawandel, Demokratie, sozialen Zusammenhalt, neue Medienkulturen, Gender und Künstliche Intelligenz in der Schule vermitteln können. Einige Salzburger Schulen haben bereits Interesse bekundet, beim Innovationslabor mitzuwirken.

Projektteam INTER-DI-KO: Ulrike Greiner, Vizerektorin für Lehre der Universität Salzburg, Martin Weichbold, Vizerektor für Lehre Universität Salzburg, Christine W. Trültzsch-Wijnen, PH Salzburg, Landesrätin Andrea Klambauer, Rektorin PH Salzburg Daniela Martinek (Foto: Kolarik Andreas)

Räumlichkeiten zur Erprobung von Technologie

Im Rahmen dieses Projekts wird an der PH Salzburg Stefan Zweig ein Innovationslabor entstehen, das mit digitalen Technologien ausgestattet wird. Zudem wird ein mobiles Labor eingerichtet, das vor Ort an den Schulen genutzt werden kann. Diese Labore stehen den Projektbeteiligten zur Erprobung von Unterrichtsinnovationen zur Verfügung. Für Vizerektor Prof. Martin Weichbold (PLUS) und Rektorin Prof. Daniela Martinek (PH) bestärkt dieses Projekt sehr deutlich die zukunftsweisende Zusammenarbeit der Institutionen am Standort. Dabei stellt EdTech Austria, die beim ITG – Innovationsservice für Salzburg angesiedelt ist, ein großes Netzwerk an Unternehmen, Bildungsfachleuten sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger zur Verfügung und arbeitet mit dem gesamten Projektteam zusammen.

Hannes Aichmayr, Portrait, 29.1.2021
EdTech Austria-Projektleiter Hannes Aichmayr. Foto: WKS/Probst Photographie

„Digitale Lehr- und Lernanwendungen – sogenannten EdTech Lösungen – sind spätestens seit Beginn der Pandemie nicht mehr aus der Schule wegzudenken. Hinsichtlich technologischer Infrastruktur haben wir große Fortschritte gemacht, doch in welchen Unterrichtssettings digitale Tools zu den besten Lernergebnissen für Schülerinnen und Schüler führen, ist in guten Teilen noch eine offene Frage. Mit diesem neuen Projekt können wir nun in Salzburg, und das einmalig für Österreich, innovative EdTech Lösungen ausprobieren, empirische Ergebnisse liefern und Mehrwert für alle Beteiligten stiften“, sagt Hannes Aichmayr, Projektleiter von EdTech Austria.

 

 

 

Schüler:innen und Lehramtsstudierende im Fokus

Gestartet wird das Innovationslabor mit zwei konkreten Projekten. Bei „Schüler:innen eine Stimme geben” wirken Schüler:innen in der Unterrichtsentwicklung aktiv mit, indem sie zu Medienproduzent:innen werden. Sie lernen schulisches und selbsterworbenes Wissen medial aufzubereiten – mit Podcasts, Kurzfilmen, Videos, Blogs etc. Dabei eignen sie sich neben Fachwissen auch digitales Know-how und Medienkompetenz an, berichtet die für das Projekt seitens der Pädagogischen Hochschule Verantwortliche Prof. Christine Trültzsch-Wijnen. Beim zweiten Projekt „Den Unterricht der Zukunft entwickeln“ stehen Lehramtsstudierende im Mittelpunkt. Studierende entwickeln neues, digitales Lehrmaterial für gesellschaftsrelevante Themen und deren kooperative Bearbeitung.

Förderung ermöglicht Innovationslabor

Die neuen Innovationslabore werden von der Innovationsstiftung für Bildung gefördert. Damit unterstützt die Stiftung den Aufbau und Betrieb von Räumen zum Erproben und Entwickeln von innovativen Lehr- und Lernmethoden und von EdTech-Lösungen. Fünf Innovationslabore in Österreich bekamen den Zuschlag zu dem Förderprogramm, darunter auch das Salzburger Innovationslabor. Über 700.000 Euro werden dafür zur Verfügung gestellt, zu 50 Prozent finanziert von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und zu 50 Prozent von der Universität Salzburg, der Pädagogischen Hochschule Salzburg und dem Land Salzburg. „Mit diesem Bildungslabor wird der technologische Wandel in der Wissenskommunikation aktiv gestaltet. Bei der Planung des Innovationslabors waren wir überzeugt, dass die Digitalisierung neue Unterrichtsformate ermöglicht. Mittlerweile hat die Notwendigkeit im Zuge der Coronakrise die digitale Kompetenz im Bildungsbereich sehr schnell erhöht. Diese Erfahrungen gilt es einzubringen und die positiven Ergebnisse in die zukünftige Entwicklung einfließen zu lassen. Es ist ein Projekt, das dazu beiträgt, unseren Kindern auch in Zukunft die Flügel zu heben“, so Frau Landesrätin Mag. Klambauer in ihrem Statement.

Im Kommunikationsteam vom ITG – Innovationsservice für Salzburg holt Maria innovative, digitale Unternehmen und Geschäftsmodelle vor den Vorhang. Sie ist überzeugt, dass EdTech unser Bildungssystem besser macht und freut sich, bei der Integration von EdTech in unsere Bildungslandschaft mithelfen zu können.

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